Der gepflegte Fußballsport im Überblick
Der Ball ist rund - über die Anfänge des modernen Fußballs
Fußball gehört heute zu den beliebtesten Sportarten der Welt. Die Ballsportart entstand in ihrer heutigen Form in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien und breitete sich ab den 1880er- und 1890er-Jahren zunächst in Kontinentaleuropa und später auch auf anderen Kontinenten aus. Allerdings gibt es heute mehrere unterschiedliche und viele Überlieferungen über die Anfänge des Fußballspieles.
Schon etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde in China ein fußballähnliches Spiel mit dem Namen Cuju ("Ts'uh-küh") ausgetragen. Auch in den präkolumbischen Kulturen Mesoamerikas wurde das Ballspiel als kultisch-religiöse, aber auch als Freizeitbeschäftigung betrieben. Der vollrunde Ball bestand aus Kautschuk, war meist einige Kilogramm schwer und sprang demzufolge nach dem Aufprall weiter.
Zudem gab es auch schon in Frankreich und Italien mit dem Treibballspiel verwandte Kampfspiele. Seit dem 15. Jahrhundert wird in Florenz mit dem "Calcio Storico" eine Art Fußballspiel ausgetragen, bei dem es allerdings auch recht rüde zugehen kann. Der moderne Fußballsport entstand allerdings im 19. Jahrhundert im Vereinigen Königreich.
So gilt England heute gemeinhin als "Mutterland des Fußballs": Bereits im Jahr 1848 verfassten Studenten der Universität Cambridge die ersten Fußballregeln. Zudem wurde 1863 in London mit der Football Association (FA) der erste Fußballverband der Welt gegründet. Übrigens: Der älteste heute noch ausgetragene Vereinswettbewerb der Welt ist der traditionsreiche FA Cup, der erstmals 1871/72 mit 15 Mannschaften (heute 124 Teams) veranstaltet wurde. Erster Sieger des englischen Pokalwettbewerbs war der Wanderers FC.
Bereits 1857 wurde mit dem FC Sheffield der erste und heute älteste noch bestehende Fußballverein in der Geschichte gegründet. Sein erstes Spiel absolvierte der Verein am 26. Dezember 1860 gegen den FC Hallam, der im September 1860 gegründet wurde. Das weltweit erste Länderspiel in der Geschichte fand am 30. November 1872 im schottischen Partick statt. Die Partie zwischen England und Schottland endete mit einem torlosen Unentschieden.
Das erste regelmäßige Fußballturnier war die British Home Championship. Sie wurde zwischen 1884 und 1984 von den britischen Teams England, Schottland, Wales und Irland - seit 1950: Nordirland - im jährlichen Rhythmus ausgetragen wurde. Unterbrochen wurde das Turnier nur durch die beiden Weltkriege (1914-1918 und 1939-1945).
"Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten!"
Josef ("Sepp") Herberger, Reichstrainer (1936-1942) und Bundestrainer (1950-1964) der deutschen Nationalmannschaft
Im Jahr der Gründung von Sheffield Wednesday 1867 wurden die Sheffield-Regeln von der Sheffield Football Association übernommen und Eckball sowie Freistoß eingeführt. 1870 begrenzte die FA die Zahl der Spieler auf elf. Bereits ein Jahr später verbot der englische Fußballverband allen Feldspielern das Handspiel. Zuvor war noch der sogenannte "Fair Catch" erlaubt.
Demnach durfte nur noch der Torwart den Ball in der eigenen Hälfte mit der Hand spielen, hatte ihn aber nach zwei Schritten wieder freizugeben. 1872 legte der englische Verband zudem eine einheitliche Ballgröße fest. Zwei Jahre später wurde auch die Funktion der Schiedsrichter eingeführt, der das Spiel als Unparteiischer leitet.
- Fußball in England, Schottland und Wales sowie im Vereinigten Königreich
Kurzinformation: Fußball am "Boxing Day" in Großbritannien Im Commonwealth of Nations hat der "Boxing Day" am 26. Dezember eine lange Tradition. An diesem Tag nach dem Weihnachtsfest erhielten die Angestellten von ihrem Arbeitgeber ein Geschenk erhielten - die sogenannte "Christmas box". In den britischen Fußball-Ligen findet traditionell ein Spieltag statt. Besonders legendär ist der Spieltag am "Boxing Day" 1963. In den zehn Spielen der damals erstklassigen Football League First Division fielen 66 Tore. Der höchste Sieg gelang dem FC Fulham mit einem 10:1 gegen Ipswich Town. |
In Kontinentaleuropa konnte sich der Fußball vor allem in der Schweiz durchsetzen. Bereits 1895 gründeten elf Vereine den Schweizerischen Fußballverband (SFV). In Österreich wurden bereits 1894 die ersten Fußballklubs gegründet. Auch Belgien und Dänemark spielten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine wichtige Vorreiterrolle bei der Einführung des Fußballsports.
In Deutschland fand bereits 1865 in Stuttgart das erste Fußballspiel statt, welches allerdings noch nach den Regeln der Rugby School ausgetragen wurde. Bereits im Jahr 1888 wurde mit der BFC Germania 1888 aus Berlin-Tempelhof der erste deutsche Fußballverein gegründet. Er ist heute der älteste noch existierende Fußballclub Deutschlands. Ebenfalls in Berlin wurde 1890 der Bund Deutscher Fußballspieler ins Leben gerufen, während 1893 in Süddeutschland die Süddeutsche Fußball-Union aus der Taufe gehoben wurde.
Mit der Gründungsversammlung des Deutschen Fußballbundes (DFB) am 28. Januar 1900 in Leipzig wurde schließlich ein deutschlandweiter Dachverband ins Leben gerufen. Heute sind im DFB insgesamt 27 regionale Verbände in der Bundesrepublik vertreten, denen wiederum knapp 24.500 Fußballvereine angehören. Mit mehr als sieben Millionen Mitgliedern ist der DFB zudem der größte nationale Sportverband der Welt. Seit 1903 richtet der DFB die Fußballmeisterschaft aus. Der erste Titelträger war der VfB Leipzig.
Seit August 1963 wird der deutsche Fußballmeister in der eingleisigen Bundesliga ausgespielt. 1974 wurde außerdem mit der Zweiten Bundesliga der sportliche Unterbau zum Fußball-Oberhaus ins Leben gerufen. Seit dem 1. Juli 2001 werden die beiden höchsten Spielklassem im deutschen Herren-Fußball von DFL Deutsche Fußball Liga organisiert und vermarktet.
Das schwärzeste Kapitel in der deutschen Fußballgeschichte war der Bundesliga-Skandal 1971, als der SC-Rot-Weiß Oberhausen und DSC Arminia Bielefeld wegen manipulierter Spiele im deutschen Oberhaus bleiben konnten. Horst-Gregorio Canellas, der damalige Präsident von Kickers Offenbach, deckte den Skandal am 6. Juni 1971 auf seiner Geburtstagsfeier auf. Der Imageschaden für die Bundesliga war immens: In der Saison 1971/72 ging die Zuschauerzahl um 800.000 zurück. In der Folgesaison ging die Zahl der Zuschauer sogar um 1,3 Millionen zurück.
Heute existieren im deutschen Männerfußball rund 2.235 Ligen auf bis zu 13 Ebenen, an denen 31.645 Mannschaften teilnehmen (Stand Saison 2016/17). Seit 1935 wird mit dem DFB-Pokal ein eigenständiger Pokalwettbewerb ausgetragen. Der erste Titelträger war der 1. FC Nürnberg.
Bereits 1904 trat der DFB den neu gegründeten Weltfußballverband FIFA bei. Das erste offizielle Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft fand am 3. April 1908 in Basel gegen die Schweiz statt und endete mit torreichen Niederlage. Wenige Wochen später absolvierte das deutsche Team in Berlin sein erstes Länderspiel gegen die englische Amateurauswahl.
Seit 1970 ist in Deutschland auch der Frauenfußball offiziell erlaubt. Bereits am 8. September 1974 wurde mit dem TuS Wörrstadt der erste deutsche Meister gekrönt. Seit 1981 wird zudem der DFB-Pokal der Frauen ausgespielt. Erster Titelträger war die SSG Bergisch Gladbach 09.
Die deutsche Frauennationalmannschaft bestritt ihr erstes Länderspiel am 10. November 1982 in Koblenz gegen die Schweiz. Heute gibt es beim DFB ein Ligasystem mit über 400 Ligen auf bis zu zehn Ebenen und rund 4.500 teilnehmenden Mannschaften.
Regionaler Fußball | ||
- Planet Wissen über die Geschichte des modernen Fußballs
- Wikipedia über die Geschichte des modernen Fußballs
- Planet Wissen über den Frauenfußball in Deutschland
- BpB über die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland
Die Deutsche Meisterschaft und die Pokalwettwerbe
Seit 1902 wird der Deutsche Meister ermittelt. Bis 1933 wurden diese zunächst im K.O.-System ermittelt. 1948 konnte sich der DFB zunächst nicht auf eine einheitliche höchste Spielklasse einigen. So ermittelten die Sieger der Oberligen bis zur Einführung der eingleisigen Bundesliga 1963 den deutschen Meister. Zudem wurde von 1949 bis 1991 der DDR-Meister ermittelt. Außerdem richtet der DFB seit 1974 auch eine Damen-Meisterschaft aus. Auch im Junioren-Bereich werden eigene Meisterschaften ausgespielt.
- Deutsche Fußballmeister seit 1902 (einschließlich DDR-Meister)
- Ewige Tabelle der deutschen Meisterschaft (1906-1963)
- Deutsche Fußballmeister der Frauen seit 1974
Deutsche Jugendmeisterschaften
- Deutsche Meisterschaft der A-Junioren
- Deutsche Meisterschaft der B-Junioren
- Deutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen
Neues eingleisiges Oberhaus
Die Bundesliga ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball und wurde 1962 vom DFB ins Leben gerufen. Seit 2001 wird sie von der Deutschen Fußball Liga (DFL) organisiert und vermarktet. Zur Teilnahme benötigen die Vereine eine Lizenz, die nach sportlichen, rechtlichen, personell-administrativen, infrastrukturellen und sicherheitstechnischen, medientechnischen sowie finanziellen Kriterien vergeben wird.
Bereits 1932 forderte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann eine "Reichsliga", welche die deutschlandweit 55 Einzelligen mit Erstligastatus ablösen sollte. Allerdings wiesen die Regionalverbände diese Pläne ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten die fünf Oberligen die höchste deutsche Spielklasse. Erst 1963 wurde die eingleisige Bundesliga mit zunächst 16 Vereinen aus den jeweiligen Oberligen eingeführt. Zur Saison 1965/66 wurde das neue deutsche Fußball-Oberhaus auf heute 18 Vereine aufgestockt.
Weitere Informationen
- Spielstätten, Vereine, Ewige Tabelle, Tabellenführer und Rekorde
- Rekordspieler, Torschützen und Hattricks in der Fußball-Bundesliga
- Cheftrainer und Meistertrainer in der Fußball-Bundesliga
- Relegation und Aufstieg zur Fußball-Bundesliga
Quelle: Statista
Seit 1974 bildet die 2. Bundesliga mit ebenfalls 18 Mannschaften als zweithöchste Spielklasse in Deutschland den Unterbau der Bundesliga. Mit Ausnahme des FC Bayern München haben bislang alle großen deutschen Vereine eine oder mehrere Spielzeiten in der 2. Bundesliga verbracht. Dazu kommen Institutionen wie der SC Fortuna Köln, die Stuttgarter Kickers oder Alemannia Aachen.
- Ewige Tabelle, Rekorde, Rekordspieler und Torschützen
- Aufstiegs- und Relegationsspiele zur 2. Fußball-Bundesliga
Die 3. Liga wurde 2008 als neue eingleisige Profiliga mit 20 Mannschaften eingeführt. Dabei sind auch die Zweitmannschaften der Erst- und Zweitligisten spielberechtigt. Allerdings dürfen sie nicht aufsteigen und sind auch nicht im DFB-Pokal spielberechtigt.
- Torschützen, Ewige Tabelle und der Aufstieg zur 3. Liga
Bisher spielten insgesamt 58 Vereine in der 1. Bundesliga, 128 Vereine in der 2. Bundesliga, 67 Vereine in der 3. Liga und 404 Vereine in den Regionalligen.
- Torschützen und Ewige Tabelle der Regionalliga
Die Frauen-Bundesliga wurde der Spielbetrieb im Jahr 1990 in zwei Staffeln mit jeweils zehn Mannschaften aufgenommen. Seit 1997 wird sie bundesweit nach dem Vorbild der Herren-Bundesliga eingleisig ausgetragen - allerdings nur mit zwölf Mannschaften. Ab der Saison 2025/26 soll das Teilnehmerfeld auf 14 Teams erhöht werden. Offiziell trägt die höchste Liga durch einen Sponsoringvertrag den Namen "Google Pixel Frauen-Bundesliga". Bislang spielten 53 Vereine in der Frauen-Bundesliga.
- Vereine, Statistiken und Ewige Tabelle der Frauenfußball-Bundesliga
- Meistertrainer, Torschützenköniginnen und erfolgreichste Torschützinnen
Im Jahr 2004 wurde zudem die 2. Frauen- Bundesliga ins Leben gerufen. Bis 2019 wurde sie zunächst in zwei Staffeln mit jeweils zwölf Mannschaften ausgespielt. Seit der Saison 2018/19 wird due zweithöchste Spielklasse eingleisig mit 14 Teams ausgespielt, wobei auch die zweiten Mannschaften der Bundesligisten spielberechtigt sind.
- Torschützenköniginnen und Ewige Tabelle der 2. Frauenfußball-Bundesliga
Bislang spielten 53 Vereine in der Frauen-Bundesliga sowie 82 Vereine in der 2. Frauen-Bundesliga.
Weitere Wettbewerbe | ||
Deutsche Jugendturniere
- Bundesliga der A-Junioren / Ewige Tabelle
- Bundesliga der B-Junioren / B-Juniorinnen
Weitere Informationen
Quelle: Statista
Fußball-Oberhaus in der DDR
Zwischen 1949 und 1991 bildete die DDR-Oberliga die höchste Spielklasse im DDR-Fußball und damit das ostdeutsche Pendant zur Bundesliga. Bereits früh geriet die DDR-Oberliga unter partei- und sportpolitischem Einfluss. Zwischen 1971 und 1978 dominierten die beiden Klubs 1. FC Magdeburg und die SG Dynamo Dresden die Oberliga.
Im Jahre 1979 begann mit Förderung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Ära des BFC Dynamo, der bis 1988 insgesamt zehn Meisterschaften in Folge gewinnen konnte und somit Rekordmeister der DDR wurde. Allerdings kam heraus, dass auch Manipulationen der Schiedsrichter eine Rolle bei den Titelgewinnen trugen. Die letzte Saison 1990/91 diente letztlich nur noch zur Qualifikation der ehemaligen DDR-Vereine für die 1. und 2. Bundesliga. Meister wurde der FC Hansa Rostock. Insgesamt spielten 44 Vereine in der DDR-Oberliga.
- Rekordspieler, Torschützenkönige und Ewige Tabelle der DDR-Oberliga
Eigene Gesetze im DFB-Pokal
Nach der Deutschen Meisterschaft gilt der DFB-Pokal als zweitwichtigster nationaler Vereinswettbewerb in Deutschland. Die Sieger werden jeweils im K.o.-System ermittelt. Startberechtigt sind im höchsten deutschen Pokalwettbewerb die 36 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga sowie die 21 Verbandspokalsieger. Ebenso teilnahmeberechtigt sind die ersten vier Mannschaften der 3. Liga.
Vorgänger des DFB-Pokals war der sogenannte "Tschammerpokal", den vom damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten nach dem Vorbild des englischen Fußballs initiiert worden war. Rekordpokalsieger ist der FC Bayern München. Bislang haben sich 886 Vereine für den deutschen Pokalwettbewerb qualifizieren können.
Seit 1987 wird zudem der DFB-Junioren-Vereinspokal für männliche A-Jugendmannschaften ausgespielt. Startberechtigt sind dabei die Sieger der A-Jugend-Verbandspokale. Rekordsieger des Wettbewerbes ist der SC Freiburg mit bislang sechs Titeln.
- Endspiele, Siegertrainer und Ewige Tabelle des DFB-Pokal
Quelle: Statista
Seit 1980 spielen auch die Damen in einem eigenen Wettbewerb den DFB-Pokal aus. Wie bei den Herren wird auch hier der Sieger im K.o.-System ermittelt. Erfolgreichster Fußballverein mit neun Titeln ist der 1. FFC Frankfurt. Auch bei den Frauen kommt es gelegentlich zu Sensationen: In der Saison 1992/93 warf Tennis Borussia Berlin schon in der 1. Hauptrunde den amtierenden Meister und Pokalsieger SSG Bergisch Gladbach 09 mit 3:1 aus dem Wettbewerb.
Die bislang größte Pokalsensation bei den Damen schaffte allerdings der Regionalligist Grün-Weiß Brauweiler, als er in der Saison 1990/91 gleich vier Bundesligisten ausschalten konnte. Im Finale gewann das Team dann mit 1:0 gegen den amtierenden deutschen Meister TSV Siegen. Die bislang letzte große Überraschung gelang Hertha 03 Zehlendorf, das in der Saison 1998/99 gleich zwei Erstligisten (Grün-Weiß Brauweiler und der 1. FC Saarbrücken) ausschalten konnte. Im Halbfinale scheiterte die "kleine Hertha" schließlich am späteren Pokalsieger 1. FFC Frankfurt.
Pokalwettbewerb der ehemaligen DDR
Zwischen 1949 und 1991 bildete der FDGB-Pokal das ostdeutsche Pendant zum DFB-Pokal, der in dieser Zeit nur von den westdeutschen Clubs ausgetragen wurde. Wie auch in den anderen Sportarten wurde der Wettbewerb vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) als Wanderpokal ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren alle Mannschaften der beiden höchsten DDR-Ligen - der Oberliga und der Liga. Hinzu kamen die Gewinner der jeweiligen Pokalwettbewerbe in den einzelnen DDR-Bezirken. Bis 1975 gab es keinen festen Endspielort, danach fand es bis 1989 stets im Stadion der Weltjugend in Berlin statt.
Die Gewinner des FDGB-Pokals waren für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert. Konnte der Pokalsieger auch die Meisterschaft für sich entscheiden, nahm der unterlegene Finalist seinen Platz ein. Rekordpokalsieger mit jeweils sieben Titeln sind der 1. FC Magdeburg sowie die SG Dynamo Dresden. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die letzte Auflage des Wettbewerbs als NOFV-Pokal durchgeführt. Letzter Titelträger war der FC Hansa Rostock.
Weitere Pokalwettbewerbe in Deutschland
Der DFL-Supercup ist ein seit 2010 zu Saisonbeginn ausgetragener Wettbewerb unter Obhut der DFL, der zum Ziel hat, einen Sieger zwischen dem deutschen Meister und dem deutschen Pokalsieger der abgelaufenen Saison zu ermitteln. Gewinnt ein Verein das Double, tritt dieser gegen den Vizemeister an. Im Dezember 2024 haben die DFL und der DFB beschlossen, den Wettbewerb in Erinnerung an den verstorbenen Franz Beckenbauer in "Franz-Beckenbauer-Supercup" umzubenennen.
Ehemalige Fußballwettbewerbe in Deutschland Der DFL-Ligapokal wurde von 1997 bis 2007 als einwöchiges Mini-Turnier vor Beginn der jeweiligen Bundesliga-Saison ausgetragen. Allerdings war die sportliche Bedeutung des Wettbewerbs eher gering. Teilnahmeberechtigt waren die fünf besten Bundesliga-Teams der Vorsaison sowie der jeweilige DFB-Pokalsieger. 2007 nahm der Meister der 2. Bundesliga teil, dafür entfiel der Platz für den Fünften der 1. Bundesliga. Rekordsieger des DFL-Ligapokals ist der FC Bayern München mit sechs Titeln. Bereits 1972/73 wurde ein Ligapokal-Wettbewerb ausgetragen. Teilnahmeberechtigt waren die 18 Bundesliga-Vereine sowie 14 Klubs der fünf Regionalliga-Staffeln. Der Wettbewerb sollte zur Überbrückung zwischen den Olympischen Sommerspielen 1972 in München und dem Beginn der Bundesliga-Saison 1972/73 dienen. Sieger war der Hamburger SV. Der DFB-Hallenpokal wurde zwischen 1988 und 2001 zur Überbrückung der Winterpause ausgetragen. An dem Wettbewerb nahmen neben Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zeitweise auch Amateurmannschaften und ausländische Vereine teil. Rekordsieger ist Borussia Dortmund mit vier Titeln. Zudem wurde zwischen 1994 und 2015 auch der DFB-Hallenpokal der Frauen ausgetragen. Rekordsieger mit jeweils sieben Titeln sind der 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) rief 1950 die deutsche Amateurmeisterschaft ins Leben, die im Unterbau des Vertragsfußballs etabliert und bis 1998 ausgetragen wurde. Rekordmeister sind der SC Jülich 1910 sowie die Amateurmannschaften des SV Werder Bremen sowie von Hannover 96 mit je drei Titeln. Der Länderpokal wurde ebenfalls 1950 eingeführt. Es war der erste und einzige Wettbewerb, an dem Vertragsspieler teilnehmen durften. Der Pokal wurde 1996 eingestellt und durch den Länderpokal für U-19-Junioren abgelöst. Rekordsieger ist Bayern mit 14 Titeln. Zwischen 1981 und 2013 wurde auch ein Amateur-Länderpokal der Frauen ausgetragen. Rekordsieger sind Hessen und Niederrhein mit jeweils elf Titeln. |
Weitere Informationen
- Website des Fußballmagazin 11Freunde
- Deutsches Fußballmuseum in Dortmund
- Deutsch-deutsche Fußballspiele 1972 bis 1990
Europäische Wettbewerbe für Vereinsmannschaften
Die UEFA Champions League zählt zu den wichtigsten internationalen Vereinswettbewerben und ging aus dem Europapokal der Landesmeister hervor. Die Idee einer europäischen "Superliga" kam Anfang der 1950er-Jahre auf und lehnte sich an den Mitropapokal an - einem populären Wettbewerb zwischen Vereinsmannschaften aus der Schweiz, Österreich, Italien, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien und der Tschechoslowakei.
Auch die ähnlich positiven Erfahrungen mit dem Coupe Latine - bestehend aus den Landesmeistern von Frankreich, Italien, Spanien und Portugal - bildeten die Grundlage eines Entwurfs für eine "Europameisterschaft der Klubs", die 1954 vom französischen Journalisten Gabriel Hanot entwickelt wurde. 1955 startete der neu geschaffene Wettbewerb mit 16 europäischen Vereinen. Allerdings wurde erst 1957 verbindlich festgelegt, dass nur die jeweiligen Landesmeister der Vorsaison und der Titelverteidiger teilnehmen durften.
Erster Sieger war Real Madrid, das den Europapokal bis 1960 gleich fünf Mal hintereinander gewann, was bis heute keinem anderen Verein mehr gelang. Mit insgesamt 16 Titeln sind die "Königlichen" zudem der Rekordsieger des Wettbewerbes. In den folgenden Jahren dominierten die Vereine Benfica Lissabon, AC Mailand und Inter Mailand den Wettbewerb.
Erst Ende der 1960er-Jahre konnten sich mit Celtic Glasgow und Manchester United die ersten britischen Mannschaften durchsetzen. In den 1970er-Jahren dominierten vor allem Teams aus einem bestimmten Land: so gewannen zwischen 1970 und 1973 die niederländischen Vereine Feyenoord Rotterdam und Ajax Amsterdam. In den Jahren zwischen 1974 und 1976 gewann der FC Bayern München ebenfalls drei Mal in Folge den Europapokal. In den folgenden acht Jahren dominierten die drei englischen Clubs FC Liverpool, Nottingham Forest und Aston Villa den europäischen Wettbewerb.
Quelle: FC Bayern München auf Youtube
Der dunkelste Moment in der Geschichte war die Katastrophe von Heysel am 29. Mai 1985. Als Konsequenz wurden die britischen Vereine für fünf Jahre - der FC Liverpool sogar für sieben Jahre - von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Sportlich endete mit der englischen Siegesserie auch die Dominanz einzelner europäischer Länder. Der bislang erfolgreichste deutsche Verein in diesem Wettbewerb ist der FC Bayern München mit sechs Titeln. Zudem gewannen der Hamburger SV und Borussia Dortmund jeweils ein Mal den Titel.
In den folgenden Jahren wurde der Wettbewerb zunehmend auch auf andere Mannschaften als die aktuellen Landesmeister ausgeweitet. 1992 erhielt der Europapokal der Landesmeister schließlich seinen heutigen Namen. In den 1990er-Jahren wurde der Spielmodus mehrfach grundlegend geändert. Heute nehmen 32 europäische Mannschaften an der UEFA Champions League teil. Den nationalen Fußballverbänden wird auf der Basis der UEFA-Fünfjahreswertung - und damit gemessen an den Erfolgen der Vorjahre - eine bestimmte Anzahl von Startplätzen eingeräumt. Sportlich dominieren heute vor allem die finanzstarken Vereine aus Italien, Spanien und England den Wettbewerb.
Erst 2013 konnte diese Serie durchbrochen werden, als mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund erstmals in der Geschichte des Europapokals zwei deutsche Mannschaften in einem Finale des höchsten europäischen Fußballwettbewerbs aufeinander trafen. In der Folgesaison kam es in Lissabon mit dem zweiten spanischen Duell der Geschichte auch zu einem ersten Stadtderby in einem Europapokal-Finale. Dabei gewann Real Madrid den Titel gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid. Zwei Jahre später wiederholte Real den Erfolg im zweiten "Derbi madrileño" in einem Finale der europäischen Königsklasse.
Bereits im folgenden Jahr 2017 konnten "die Königlichen" ihren Erfolg wiederholen und erstmals nach 26 Jahren wieder einen Titel verteidigen. Im darauffolgenden Jahr 2018 gelang den "Madrilistas" der dritte Triumpf in Folge. Gleichzeitig war es die erste Titelverteidigung seit der Einführung der UEFA Champions League im Jahre 1992. Als bislang einzigem deutschen Spieler gelang Toni Kroos der sechsmalige Gewinn (2013, 2016, 2017, 2018, 2022, 2024) der europäischen Königsklasse. Der erfolgreichste Trainer ist Carlo Ancelotti mit bislang fünf Titeln (2003, 2007, 2014, 2022, 2024). Dazu kommen zwei Titelgewinne (1989, 1990) als Spieler.
Quelle: Statista
2013 wurde außerdem die UEFA Youth League ins Leben gerufen. Startberechtigt sind die 36 teilnehmenden Mannschaften der europäischen Königsklasse.
- Teilnehmer, Endspiele, Torschützenkönige und Ewige Tabelle
- Unterklassige Vereine und deutsche Vereine im Europapokal
Neben der europäischen Champions League gibt es auch in anderen Kontinentalverbänden vergleichbare Wettbewerbe:
- Copa Libertadores (seit 1960)
- CAF Champions League (seit 1964)
- AFC Champions League (seit 1967)
- CONCACAF Champions League (seit 1962)
- OFC Champions League (seit 1987)
Die UEFA Women's Champions League (ehemals UEFA Women's Cup) ist bislang der einzige europäische Vereinswettbewerb im Frauenfußball. Eingeführt wurde er im Jahre 2001 als Reaktion auf die Gründung der US-amerikanischen Profiliga WUSA. So nahmen insgesamt 33 Mannschaften am Premierenwettbewerb teil. Allerdings wurden dabei sehr schnell große Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Teilnehmern deutlich, die sich bis heute kaum geändert haben. So nehmen - wie bei den Männern - 32 Mannschaften teil. Über die Vergabe der Startplätze entscheidet die UEFA-Fünfjahreswertung.
Sportlich dominieren bis heute vor allem die deutschen und französischen Frauenteams. Mit bislang acht Titeln ist Olympique Lyon der Rekordsieger des Wettbewerbs. Mit vier Titeln ist der 1. FFC Frankfurt der erfolgreichste deutsche Verein. Der 1. FFC Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg gewannen jeweils zwei Titel. Dabei konnten die Wolfsburgerinnen als erste deutsche Mannschaft die Champions League verteidigen. Einen Titel gewann außerdem der FCR 2001 Duisburg.
- Ewige Tabelle und Torschützenköniginnen der UEFA Women's Champions League
Neben der europäischen Women's Champions League gibt es vergleichbare Wettbewerbe auch in den anderen Kontinentalverbänden:
- Copa Libertadores der Frauen (seit 2009)
- CAF Women's Champions League (seit 2021)
- AFC Women's Club Championship (seit 2019)
- CONCACAF W Champions Cup (seit 2024)
- OFC Women's Champions League (seit 2023)
Die UEFA Europa League wurde 1971 als dritter Europapokalwettbewerb eingeführt. Vorläufer des früheren UEFA-Pokals (bis 2009) war der Messestädte-Pokal, der zwischen 1955 und 1971 zur Promotion von Handelsmessen ausgetragen wurde. Teilnahmeberechtigt waren zunächst alle europäischen Klubs, die weder für den Europapokal der Landesmeister noch für den Pokalsieger-Wettbewerb qualifiziert waren. Jedem Mitgliedsverband der UEFA wurden dafür bis zu vier Startplätze eingeräumt. Mit der Einführung der Fair-Play-Wertung 1995 wurde zudem den drei fairsten Verbänden jeweils ein zusätzlicher Startplatz gewährt. Nach der Abschaffung des Europapokals der Pokalsieger 1999 kamen auch die nationalen Pokalsieger hinzu.
- Teilnehmer und Endspiele der UEFA Europa League
- Torschützenkönige und Ewige Tabelle
Heute sind neben dem Titelverteidiger und den 53 nationalen Pokalsiegern auch bis zu drei Mannschaften pro UEFA-Mitgliedsverband teilnahmeberechtigt. Ausschlaggebend für die Anzahl der nationalen Startplätze ist die UEFA-Fünfjahreswertung. Zudem entsenden England und Frankreich auch die jeweiligen Ligapokalsieger in die UEFA Europa League.
Rekordsieger mit sechs Titeln ist der FC Sevilla. Gleichzeitig ist es der erste Verein in der Geschichte des Wettbewerbs mit drei Titelgewinnen in Folge. Der erfolgreichste deutsche Verein im Wettbewerb ist der VfL Borussia Mönchengladbach mit zwei Titelgewinnen. Mit jeweils einem Titel waren die SG Eintracht Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen, der FC Bayern München und der FC Schalke 04 erfolgreich.
Im Zuge der Umstrukturierung der UEFA-Wettbewerbe für Vereinsmannschaften wurde im Jahr 2021 die UEFA Europa Conference League ins Leben gerufen. Demnach können sich Nationen, die in der UEFA-Fünfjahreswertung schlechter platziert sind als Rang 15, können sich nicht mehr für die UEFA Europa League qualifizieren (ausgenommen etwaige Absteiger aus der UEFA-Champions-League-Qualifikation).
Der Europapokal der Pokalsieger wurde 1960 auf Initiative des Österreichers Alfred Frey, dem damaligen Präsidenten des SC Wacker Wien und Vizepräsidenten des ÖFB, eingeführt. Teilnahmeberechtigt waren neben dem Titelverteidiger die nationalen Pokalsieger der Vorsaison. In Deutschland qualifizierten sich der jeweilige DFB-Pokalsieger sowie der FDGB-Pokalsieger (DDR) für den Wettbewerb.
In der Geschichte des Europapokals gewannen insgesamt 32 Vereine den Titel. Der Rekordtitelträger des Pokalsieger-Wettbewerbs ist der FC Barcelona mit vier Titeln und zwei weiteren Finalteilnahmen. Insgesamt dominierten vor allem die Vereine aus England mit acht sowie Italien und Spanien mit jeweils sieben Siegen den Wettbewerb.
Aus Deutschland kamen fünf Titelträger: Borussia Dortmund gelang im Jahr 1966 der erste Europapokalsieg eines deutschen Vereins überhaupt. Zudem gewann der 1. FC Magdeburg als einziger DDR-Verein einen Europapokalwettbewerb. Weitere Gewinner des Pokalsieger-Wettbewerbs waren der FC Bayern München, der Hamburger SV und der SV Werder Bremen.
Die Reform des Europapokals der Landesmeister und des UEFA-Pokals sowie die nachlassende Attraktivität beim Publikum und den Vereinen wurden schließlich zum Anlass genommen, den Wettbewerb 1999 wieder einzustellen. Seitdem nehmen die nationalen Pokalsieger an der UEFA Europa League teil.
- Endspiele, Torschützenkönige und Ewige Tabelle
- Wikipedia über die Europapokalsieger der Männer
Der UEFA Supercup wurde erstmals 1972 auf Initiative des niederländischen Journalisten Anton Witkamp ausgespielt. Seit 1973 wird der Supercup von der UEFA organisiert. Allerdings steht der sportliche Wert es Pokals im Schatten der großen Vereinswettbewerbe, obwohl mit dem Sieger der UEFA Champions League und dem Gewinner der UEFA Europa League (zuvor war es der Europapokalsieger der Pokalsieger) aufeinandertreffen.
Seit 1998 wird der Sieger nur noch in einem Spiel ermittelt, das seit 2013 an wechselnden Orten ausgetragen wird. Die Rekordsieger sind der AC Mailand und der FC Barcelona mit jeweils fünf Titeln. Als erster und bislang einziger deutscher Verein konnte der FC Bayern München (2013 und 2020) den UEFA Supercup gewinnen.
Kurzinformation: Der Messestädte-Pokal Der Messestädte-Pokal wurde zur Promotion internationaler Handelsmessen zwischen 1955 und 1971 ausgetragen. Die Teilnehmer waren jeweils Städteteams oder Klubs als Vertreter von Handelsstädten, die zwischen 1955 und 1971 um die Trophée Noel-Beard spielten. Am 18. April 1955 wurde der Wettbewerb in Basel auf Initiative der FIFA-Exekutivkomiteemitglieder Ernst Thommen, Ottorino Barassi und Stanley Rous ins Leben gerufen. Dessen Zel war es, die internationalen Sportbeziehungen auszubauen sowie "zur Freundschaft unter den Nationen beizutragen". Rekordsieger des Wettbewerbs ist der FC Barcelona (1958, 1960, 1966) |
Weitere Informationen
- Deutsche Mannschaften in den Endspielen
- Die erfolgreichsten Trainer im Europapokal
- Ewige Tabelle der Europapokalwettbewerbe
Weitere internationale Wettbewerbe für Vereinsmannschaften
Die Copa Libertadores de América ist der wichtigste südamerikanische Vereinswettbewerb und wurde erstmals 1960 ausgespielt. Er zählt neben der UEFA Champions League zu den wichtigsten Vereinswettbewerben im internationalen Fußball. Im Laufe der Zeit wurde der Spielmodus mehrfach verändert. Seit 2005 dürfen 38 Mannschaften an der Copa Libertadores teilnehmen.
Neben den Vereinen aus den Mitgliedsverbänden der CONMEBOL sind seit 1998 auch Klubs aus Mexiko startberechtigt. 26 Mannschaften sind bereits für die Gruppenphase gesetzt - davon die jeweils vier besten Teams aus Argentinien und Brasilien sowie die jeweils zwei besten Mannschaften aus Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Rekordsieger ist der argentinische Verein CA Independiente mit derzeit sieben Titeln. Das Junioren-Pendant dazu ist die Copa Libertadores Sub-20.
Der einzige Vereinswettbewerb für Frauen in Südamerika ist die Copa Libertadores Femenina. Das Turnier wird von der CONMEBOL organisiert und wurde 2009 erstmals ausgespielt. Startberechtigt sind zwölf südamerikanische Teams: dazu zählen neben dem Titelverteidiger und einer Mannschaft aus dem Gastgeberland auch die zehn jeweiligen Gewinner der zehn nationalen Ligen. Rekordsieger der Copa Libertadores Femenina mit drei Siegen ist der São José EC.
Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft wurde 2000 ins Leben gerufen und gilt als Nachfolger Weltpokals, der nur auf europäische und südamerikanische Teams beschränkt war. Weitere Vorläufer waren der Afro-Asien-Pokal zwischen afrikanischen und asiatischen Teams sowie Copa Interamericana mit Mannschaften aus Nord- und Südamerika. Seit 2005 wird sie jährlich als offizielle WM der Vereinsmannschaften von der FIFA organisiert.
Weitere Informationen | ||
Bislang waren sieben Vereinsmannschaften qualifiziert. Dazu zählten neben einem Klub des jeweiligen Gastgebers die Sieger der UEFA Champions League (Europa), der CAF Champions League (Afrika), der AFC Champions League (Asien), der CONCACAF Champions League (Nord- und Mittelamerika), der OFC Champions League (Ozeanien) sowie der Copa Libertadores (Südamerika). Rekordsieger mit fünf Titeln ist Real Madrid. Als erster und bislang einziger deutscher Verein konnte der FC Bayern München (2013 und 2020) die FIFA-Klub-WM gewinnen.
Mit der FIFA-Klubweltmeisterschaft 2025 wird es einen erweiterten Modus geben. Demnach wird der Wettbewerb nun mit 32 Mannschaften in den USA ausgetragen. Zudem soll Anfang 2026 auch eine FIFA-Klubweltmeisterschaft der Frauen ausgetragen werden. Das neue Frauen-Turnier soll mit 16 Vereinsmannschaften ausgetragen werden.
- Teilnehmer, Sieger und Torschützenkönige der FIFA-Klubweltmeisterschaft
Kurzinformation: Dreistelliger Sieg in Madagaskar Ein Spiel der ganz besonderen Art wurde am 31. Oktober 2002 im Stade Olympique Emyrne in Antananarivo - der Hauptstadt von Madagaskar - ausgetragen. Wegen einer Entscheidung des Schiedsrichter schossen der SOE Antananarivo aus Protest nur noch Eigentore. Am Ende des Spiels stand es schließlich 149:0 für den gastgebenden AS Adema. Dabei brach das Spiel gleich mehrere Weltrekorde: Der höchste Sieg in einem Fußballspiel überhaupt, die meisten Eigentore in einem Fußballspiel und eine Quote von etwa einem Eigentor alle 40 Sekunden. |
Kontinentale Turniere für Nationalmannschaften
Europameisterschaft
Seit 1960 spielen die europäischen Nationalteams um den "Coupe Henri Delaunay". Vorläufer der heutigen Europameisterschaft war der Europapokal der Nationalmannschaften (1927-1960). Die Idee geht zurück auf Henri Delaunay - den früheren Generalsekretär der UEFA und des FFF. Die ersten beiden Turniere 1960 und 1964 fanden noch unter dem Namen "Europapokal der Nationen" statt. Im Laufe der Geschichte wurden der Turniermodus mehrfach geändert sowie die Teilnehmerzahl angepasst. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln.
- Rekorde, Ewige Tabelle, Torschützen, Teilnehmer und Meistertrainer
- Die Fußball-Europameisterschaften im historischen Rückblick
Kurzinformation: Der Europapokal der Nationalmannschaften Der Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften gilt als Vorläufer-Wettbewerb der heutigen Europameisterschaft und entstand im Jahre 1927 auf Betreiben des österreichischen Sportfunktionärs Hugo Meisl. Die vier Gründungsländer sind Österreich, Italien, Ungarn und die Tschechoslowakei, die damals den kontinentaleuropäischen Fußball dominierten. Später kamen noch kam noch Jugoslawien und Rumänien hinzu. Allerdings hatten viele Länder in Europa kein Interesse oder Vorbehalte gegen den Wettbewerb. Rekordsieger ist Italien mit zwei Titeln (1930 und 1935). |
Junioren-Europameisterschaften
- U21-Europameisterschaft der Männer
- U19-Europameisterschaft der Männer
- U17-Europameisterschaft der Männer
- U20-Europameisterschaft der Frauen
- U17-Europameisterschaft der Frauen
Europameisterschaft der Frauen
Seit 1984 tragen auch die Damen eine eigene Europameisterschaft aus. Diese findet seit 1997 ebenfalls im Turnus von vier Jahren statt - Rekordtitelträger ist Deutschland mit derzeit acht Titeln. Allein bei sechs Turnieren hintereinander gelang den deutschen Damen regelmäßig die Titelverteidigung. Im Sommer 2022 wurde die EM-Endrunde in England erstmals mit 16 Mannschaften ausgespielt. Titelträger ist England mit dem ersten Titel in der Geschichte. Die 14. Frauen-Europameisterschaft wird im Juli 2025 in der Schweiz ausgetragen.
- Ewige Tabelle und Teilnehmer der Frauenfußball-Europameisterschaft
Afrikameisterschaft
Der Afrika Cup zählt zu den ältesten kontinentalen Meisterschaften und wurde 1957 vom Afrikanischen Fußballverband ins Leben gerufen. Bei der ersten Afrikameisterschaft nahmen mit Ägypten, Algerien und dem Sudan nur drei Mannschaften teil. Südafrika wurde wegen seiner Politik der Apartheid ausgeschlossen. In den folgenden Jahren wuchs die Teilnehmerzahl kontinuierlich an, so dass die 24 Endrundenteilnehmer in einer Qualifikationsrunde ermittelt werden müssen.
Seit 1968 wird die Afrikameisterschaft im Rhythmus von zwei Jahren ausgetragen. Zudem wird der Afrika Cup seit 2013 in ungeraden Jahren veranstaltet, um nicht im gleichen Jahr mit einer Welt- oder Europameisterschaft ausgetragen zu werden. Das erfolgreichste Team ist Ägypten mit 26 Endrundenteilnahmen und sieben Titeln. Der 35. Afrika-Cup findet 2025 in Marokko statt. Die 36. Afrikameisterschaft 2027 soll gemeinsam von Kenia, Tansania und Uganda ausgerichtet werden.
- Ewige Tabelle und Torschützenkönige der Afrikameisterschaft
Seit 1991 wird die Afrikameisterschaft der Frauen mit jeweils acht Endrunden-Teilnehmern ausgetragen Rekordtitelträger ist Nigeria mit derzeit elf Titeln, gefolgt von Äquatorialguinea mit zwei Titeln. Aktueller Titelträger ist Südafrika, das 2022 erstmals die Afrikameisterschaft der Frauen gewann. Das nächste Turnier findet im Juli 2025 in Marokko statt.
- Ewige Tabelle der Afrikameisterschaft der Frauen
Regionale Meisterschaften
- Westafrikameisterschaft der Herren und der Damen
- Ost- und Zentralamerikameisterschaft der Herren und der Damen
- Südafrikameisterschaft der Herren und der Damen
Asienmeisterschaft
Die Asienmeisterschaft wurde 1956 erstmals ausgetragen und ist die zweitälteste kontinentale Meisterschaft in der Fußballgeschichte. Neben den Asienspielen gilt sie zudem als wichtigster Wettbewerb des Asiatischen Fußballverbandes (AFC). Die Asienmeisterschaft wird alle vier Jahre mit derzeit 24 Mannschaften ausgetragen. Der Rekordsieger ist Japan mit vier Titeln. Die 19. Asienmeisterschaft findet 2027 in Saudi-Arabien statt.
- Ewige Tabelle und Torschützenkönige der Asienmeisterschaft
Seit 1975 wird mit der Asienmeisterschaft der Frauen die älteste kontinentale Meisterschaft im Frauenfußball ausgetragen. Sie findet in unregelmäßigen Abständen alle zwei bis drei Jahre statt. Bis 2003 gab es keine Qualifikationsrunden, da alle Teilnehmer direkt für die Endrunde gesetzt waren. Diese wird derzeit mit zwölf Mannschaften ausgetragen und gilt gleichzeitig alle vier Jahre auch als asiatische Qualifikation zur Frauen-WM. Rekordsieger ist China mit bislang neun Titeln. Die nächste Asienmeisterschaft findet 2026 in Australien statt. Das übernächste Turnier soll 2029 in Usbekistan ausgerichtet werden.
Regionale Meisterschaften
- Zentralasienmeisterschaft der Herren und der Damen
- Westasienmeisterschaft der Herren und der Damen
- Ostasienmeisterschaft der Herren und der Damen
- Südostasienmeisterschaft der Herren und der Damen
- Südasienmeisterschaft der Herren und der Damen
CONCACAF Gold Cup
Der CONCACAF Gold Cup wird seit 1963 als kontinentale Meisterschaft für die Nationalteams aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik ausgetragen. Er ersetzt die vorherigen Turniere in der Karibik und in Nordamerika.
Die Endrunden werden seit 1991 im Turnus von zwei Jahren mit jeweils zwölf Mannschaften ausgetragen. Zwischen 1996 und 2005 wurden mit Südafrika, Südkorea sowie einigen südamerikanischen Teams auch Gastmannschaften aus anderen Kontinenten eingeladen.
Als Qualifikationsturniere gelten die Mittelamerikameisterschaft und die Karibikmeisterschaft. Die drei nordamerikanischen Teams (Kanada, die USA und Mexiko) sind automatisch für den Gold Cup qualifiziert. Rekordsieger ist Mexiko mit bislang zwölf Titeln.
Seit 1991 wird der CONCACAF Women’s Gold Cup mit jeweils acht Teilnehmern ausgetragen. Er dient ausschließlich zur nord- und mittelamerikanischen Qualifikation zur Frauen-WM. Auch hier sind die drei nordamerikanischen Teams (Kanada, die USA und Mexiko) automatisch qualifiziert. Dazu kommen zwei Teilnehmer aus Mittelamerika und drei Mannschaften aus der Karibik. Außerdem nahmen mit Brasilien (2000), China (2000) und Neuseeland (1993) drei überseeische Teams als Gastmannschaften teil. Rekordsieger sind die USA mit neun Titeln.
Regionale Meisterschaften
Copa América
Die Copa América wurde erstmals 1916 ausgetragen. Vorläufer des Wettbewerbes war der Campeonato Sudamericano (1910). Sie gilt daher als älteste kontinentale Meisterschaft in der Geschichte des Fußballs. Zudem ist sie der zweitälteste noch stattfindende Wettbewerb für die Nationalmannschaften. Zudem gehört die Copa América neben der WM und der EM gehört weltweit zu den drei wichtigsten Fußballturnieren.
In der Geschichte wurde der Austragungsmodus mehrfach verändert. Mittlerweile wird das Turnier alle vier Jahre mit zwölf Teilnehmern ausgetragen, wobei die zehn Mitglieder des CONMEBOL in alphabetischer Reihenfolge als Ausrichter fungieren sollen. Neben den zehn Teams aus Südamerika werden seit 1993 auch zwei Gastmannschaften eingeladen. Diese sind in der Regel der Sieger und der Zweitplatzierte des CONCACAF Gold Cup. Mit Japan wurde 1999 auch eine asiatische Mannschaft eingeladen.
Für die Copa América werden - mit Ausnahme der Turniers 1967 - keine Qualifikationsspiele ausgetragen. Erstmals nahmen 1975 alle zehn südamerikanischen Verbandsmitglieder teil. Rekordsieger ist Argentinien und Uruguay mit 16 Titeln.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Kontinentalverbandes CONMEBOL fand im Juni 2016 mit der Copa América Centenario 2016 ein Sonderturnier der Kontinentalmeisterschaft statt. Turniersieger war Titelverteidiger Chile mit dem zweiten Titel in Folge nach 2015.
Die 48. Copa Amércia 2024 wurde erstmals außerhalb Südamerikas in den USA ausgetragen. Neben den zehn Teams der CONMEBOL nehmen auch sechs Mannschaften aus dem nord- und mittelamerikanischen Verband CONCACAF teil. Die nächste Südamerikameisterschaft soll 2028 stattfinden.
- Ewige Tabelle und der Torschützenkönige der Copa América
Seit 1991 wird die Copa América Femenina mit zehn Teilnehmern ausgetragen. Im Rahmen der kontinentalen Meisterschaft werden auch die Teilnehmer des olympischen Fußballturniers ermittelt. Seit 1998 nehmen alle zehn Mitglieder des südamerikanischen Verbandes teil. Im Unterschied zu den Herren werden jedoch keine Gästemannschaften eingeladen. Rekordsieger ist Brasilien mit bislang acht Titeln.
Ozeanienmeisterschaft
Die Ozeanienmeisterschaft (kurz: OFC Nations Cup) wird seit 1973 in unregelmäßigen Abständen vom ozeanischen Fußballverband (OFC) ausgerichtet. Der Wettbewerb mit acht Teilnehmern dient gleichzeitig als Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft. Aufgrund der deutlichen qualitativen Unterschiede zwischen Australien und Neuseeland einerseits sowie den übrigen ozeanischen Mannschaften andererseits stößt das Turnier bislang jedoch nur auf geringe öffentliche Aufmerksamkeit.
So ist Neuseeland mit sechs Titeln der Rekordsieger des OFC Nations Cup. Erst 2012 gelang Tahiti mit dem ersten Titelgewinn in der Geschichte, die bisherige Dominanz von Australien und Neuseeland zu durchbrechen. Nach dem Wechsel in den asiatischen Fußballverband (AFC) im Jahr 2005 nimmt Australien nicht mehr an den OFC-Wettbewerben teil.
Die Ozeanienmeisterschaft der Frauen (kurz: OFC Women's Nations Cup) wird seit 1983 in unregelmäßigen Abständen mit derzeit neun Teilnehmern ausgerichtet. Wie bei den Herren nimmt Australien seit 2007 nicht mehr an den Turnieren teil.
Taiwan nahm aus sportpolitischen Gründen bei den Turnieren von 1986 und 1989 teil und ging dort jeweils als Sieger hervor. Rekordtitelträger ist Neuseeland mit sechs Titeln. Erst bei der Ozeanienmeisterschaft 2022 gelang es dem das Team aus Papua-Neuguinea, mit dem ersten Titelgewinn in der Geschichte, die bisherige Dominanz von Australien und Neuseeland zu durchbrechen.
Weitere kontinentale Turniere für Nationalmannschaften
Die UEFA Nations League ist Turnier, bei dem alle 55 Mitgliedsverbände der UEFA teilnehmen. Die ersten Planungen gehen bereits auf das Jahr 2011 zurück. Erstmals ausgetragen wurde das Turnier in der Saison 2018/19.
Zudem wurde in der Saison 2023/24 auch eine UEFA Women's Nations League eingeführt. Die beiden besten Mannschaften qualifizieren sich für das olympische Fußballturnier der Frauen 2024 in Paris.
Die Afrikanische Nationenmeisterschaft wurde 2007 vom CAF als neues Turnier für die Nationalmannschaften Afrikas vorgestellt. Dabei sind nur Spieler spielberechtigt, die in den nationalen Meisterschaften ihrer Heimatländer spielen.
Der Arabische Nationenpokal wurde 1963 als Wettbewerb für Nationalmannschaften der Arabischen Welt eingeführt und von der Union of Arab Football Associations (UAFA) in unregelmäßigen Abständen organisiert. 2021 wurde das Turnier nach einer neunjährigen Pause von der FIFA als Generalprobe für die Fußball-WM 2022 in Katar wiederbelebt. Er sollte damit die Tradition des FIFA-Konföderationen-Pokals als WM-Vorbereitungsturnier fortsetzen. Rekordsieger ist der Irak mit vier Titeln.
Der Golfpokal ist ein Fußballwettbewerb, der seit 1970 in unregelmäßigen Abständen zwischen den Nationalmannschaften der acht Mitgliedsstaaten des Arab Gulf Cup Football Federation (AGCFF) ausgetragen wird. Dieses Turnier findet alle zwei bis drei Jahre in einem der Teilnehmerländer statt. Rekordtitelträger ist Kuwait mit derzeit zehn Titeln.
Die Finalissima wurde erstmals 1985 zwischen dem amtierenden Europameister und dem Sieger der Copa América ausgetragen. Namensgeber war der ehemalige italienische UEFA-Präsident Artemio Franchi (1973-1983). Neben dem Afro-Asien-Pokal und dem Asien-Ozeanien-Pokal gilt er als Vorläufer des früheren FIFA-Konföderationen-Pokals. Im Jahr 2022 wurde die Finalissima der Herren erneut ausgetragen.
Ein Jahr später wurde erstmals auch eine Women’s Finalissima ausgetragen. Rechtliche Grundlage ist eine Erweiterung des Kooperationsvertrages zwischen den Fußballverbänden der UEFA und CONMEBOL.
Die Fußball-Weltmeisterschaften im Überblick
Die Fußball-Weltmeisterschaft gilt heute neben den Olympischen Spielen als bedeutendstes Sportereignis der Welt. Bereits auf dem zweiten FIFA-Kongress 1905 schlug der Niederländer Carl Anton Wilhelm Hirschmann die Austragung einer Weltmeisterschaft vor. Die Teilnehmer waren begeistert, eine Umsetzung erfolgte jedoch nicht. Die olympischen Turniere dienten daher zunächst als Ersatz-Weltmeisterschaft. Bereits beim olympischen Turnier 1920 in Antwerpen kämpften 14 Mannschaften um den Olympiasieg.
Zum ersten wirklichen Weltturnier wurde allerdings das olympische Fußballturnier 1924 in Paris: neben einem Team aus Ägypten und den USA nahm mit Uruguay auch erstmals ein südamerikanisches Land teil. Überragender Spieler des Turniers war "das schwarze Wunder" José Leandro Andrade, der mit seinem Team das Finale gegen die Schweiz für sich entscheiden konnte. Bereits vier Jahre später setzte sich das Team aus Uruguay bei den Spielen 1928 in einem ersten rein südamerikanischen Finale gegen Argentinien durch.
Am 29. Mai 1929 entschied sich der Weltfußballverband FIFA schließlich für die Organisation einer eigenständigen Weltmeisterschaft - erster Austragungsort sollte die uruguayische Hauptstadt Montevideo sein. Als Siegertrophäe bestimmte die FIFA den Coupe Jules Rimet - 1970 ging sie nach dem dritten Titelgewinn Brasiliens endgültig in den Besitz des Verbandes über. Seit der Fußball-WM 1974 wird um dem FIFA-WM-Pokal gespielt. Außerdem ist Rekordweltmeister Brasilien das einzige Land, das sich bislang für alle WM-Endrunden qualifizieren konnte.
- Rekorde, Teilnehmer und Ewige Tabelle
- Torschützenkönige und Weltmeistertrainer
- Maskottchen der Fußball-WM seit 1970
- Die Fußball-WM im historischen Rückblick
Weltmeisterschaft der Frauen
Seit 1991 finden im Turnus von vier Jahren eigene Fußball-WM für Frauen statt. Organisiert werden die Turniere vom Weltfußballverband - sie finden immer ein Jahr nach dem Turnier der Männer statt. Die erfolgreichste Mannschaft sind bislang die USA mit insgesamt vier WM-Titeln (1991, 1999, 2015, 2019).
Norwegen sicherte sich 1995 den bislang einzigen WM-Titel in seiner Geschichte, ebenso Japan im Jahr 2011. Titelverteidiger ist die Mannschaft aus Spanien, die 2023 im Finale gegen England erstmals den WM-Titel gewinnen konnte. Die nächste Frauen-Weltmeisterschaft wird 2027 in Brasilien ausgetragen.
Weitere Informationen
- Rekorde, Teilnehmer und Ewige Tabelle der Frauen-Weltmeisterschaften
Internationale Jugendturniere
Generalprobe für die WM: Der FIFA-Konföderationen-Pokal
Der FIFA-Konföderationen-Pokal wurde seit 1997 in einem Turnus von vier Jahren als ein interkontinentales Turnier für Nationalmannschaften vom Weltfußballverband ausgerichtet. Neben dem Gastgeber und dem amtierenden Weltmeister waren die aktuellen Meister der sechs Kontinentalverbände teilnahmeberechtigt. Ausgetragen wurde der FIFA-Konföderationen-Pokal ein Jahr vor einer Fußball-Weltmeisterschaft im jeweiligen WM-Gastgeberland. Somit diente das Turnier mittlerweile auch als organisatorische Generalprobe. Vorläufer war der König-Fahd-Pokal 1992 und 1995. Die erfolgreichste Mannschaft ist Brasilien mit sieben Teilnahmen und vier Titeln. Nach der letzten Austragung im Jahr 2017 wurde der Wettbewerb eingestellt.
Das Olympische Fußballturnier im Schatten der Weltmeisterschaft
Seit den Olympischen Sommerspielen 1908 in London ist Fußball eine olympische Disziplin. Die erste Partie gewann Dänemark mit 9:0 gegen Frankreich. Bis 1928 hatte das olympische Fußballturnier faktisch den Status einer Weltmeisterschaft. Nach deren Einführung 1930 und bedingt durch die zunehmende Professionalisierung des Fußballs sank der Stellenwert des olympischen Turniers.
Da bis 1980 nur Amateurspieler bei den Spielen antreten durften, traten die Ostblock-Staaten mit sogenannten "Staatsamateuren" an, was zu großen Leistungsunterschieden mit anderen Ländern führte. Seit 1992 gibt es bei den Männerturnieren eine Altersbeschränkung von 23 Jahren - bis zu drei Spieler pro Mannschaft dürfen allerdings älter sein.
Seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta gibt es auch ein olympisches Frauen-Turnier. Da es hier jedoch keine Altersbeschränkung gibt, treten dort gewöhnlich auch die jeweiligen Nationalmannschaften an. Daher genießen die olympischen Fußballturniere bei den Damen einen weitaus größeren sportlichen Wert - vergleichbar mit dem einer Weltmeisterschaft.
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